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Die Millisekunde

Thomas Füssler

Es gibt wohl keinen anderen Ort auf dieser Welt, in der man die Geschwindigkeit eines Rennautos so erlebt, wie in der Senke von Eau Rouge.

Man steht dicht an der Leitplanke. Formel 1 Autos kommen mit annähernd 300 Kilometern pro Stunde vorbei. Dabei pressen sie die Luft zur Seite. Fotografen, die dort stehen, spüren sie. Das ist, wie bei einem Blitzschlag in unmittelbarer Nähe.

Es ist leicht, diesen Moment zu verpassen. Wenn das Auto auf der Rennstrecke von Spa-Franchorchamps/B für den Bruchteil einer Sekunde am Fotografen vorbei schnellt.

Diese schöne Millisekunde in einem Fotografenleben beschreibt ziemlich genau das, um was es bei der Fotografie geht. Um den Moment, in der Bildaufbau und Atmosphäre stimmen. In der das Licht eine Szene in eine Bildaussage hüllt.

Es spielt keine Rolle, ob der Fotograf an der Rennstrecke steht, ob er beim Fußball ist, ob er eine Reportage fotografiert, ob er ein Model in Szene setzt, ob er drei Lieder Zeit hat, um ein besonderes Konzertfoto zu erschaffen, oder ob er eine Hochzeit dokumentiert.

Es geht immer um die Millisekunde, in der alles stimmt.

Ich lade sie auf meiner Internetseite ein, einige Millisekunden nachzuempfinden.